Gemeindevertretersitzung im September 2025
Eine Tagesordnung mit vielen Punkten stand an. Zwei davon sorgten für Diskussionen. Die Erweiterung der Feuerwache war bereits im Ausschuss diskutiert worden und keiner der vorgeschlagenen Varianten fand Zustimmung.
Im Vorfeld wurde seitens des Gemeindevorstandes eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben mit dem Ergebnis, dass es eigentlich nicht machbar ist, weil alle Varianten zu teuer sind. Wir fragen uns, welche Eckpunkte hat die Firma bekommen? Gab es keine finanzielle Abgrenzung? Anscheinend nicht.
Mehr Platz im Umkleidebereich
Fakt ist, dass im Umkleidebereich mehr Platz benötigt wird. Das sagt der Prüfbericht aus, der alle 5 Jahre vorgelegt wird. Anhand der vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge müssten Spinde für 62 Einsatzkräfte vorhanden sein. Aktuell gibt es 54 Einsatzkräfte und auch Spinde für alle. Problem ist, dass im Umkleideraum für die Damen Spinde unbelegt sind, aber in der Herrenumkleide Spinde fehlen, wenn neue Einsatzkräfte dazu kommen würden. Wir fragen uns, besteht hier dringender Handlungsbedarf?
Brandschutz hat höchste Priorität
Es sollen für einen Anbau ca. 650 000 bis 900 000 € ausgegeben werden? Keine Frage, der Brandschutz hat höchste Priorität, besonders was die technisch erforderlichen Geräte und Fahrzeuge betrifft. Jedoch muss wegen der aktuell finanziell sehr angespannten Lage nach einer kostengünstigeren Alternative gesucht werden, um mehr Platz im Umkleidebereich zu schaffen, damit die geltenden Arbeitsschutzrichtlinien umgesetzt werden können.
Kostengünstigere Alternative suchen
In den Ausschüssen und auch in der Gemeindevertretung erfolgte keine Abstimmung über die verschiedenen Varianten. Der Gemeindevertretung wurde empfohlen, den Vorgang an den Gemeindevorstand zurückgegeben, um eine kostengünstigere Alternative zu suchen. Alle stimmten dem zu, zumal keine Dringlichkeit besteht, da die Frist für die Beantragung von Fördermitteln der 01.09.2026 ist.
Schulungsraum geeignet?
Laut DIN Norm für Feuerwehrhäuser gibt es eine Vorgabe, wie groß die Schulungsräume sein müssen. Pro planmäßigem Schulungsteilnehmer müssen es 1,5 qm sein. Das wären bei 62 Schulungsteilnehmern 93 qm. Die Empfehlung ist, dass die Räumlichkeiten sowohl von der Jugendfeuerwehr als auch von der aktiven Feuerwehr genutzt werden, um eine enge Verbindung zwischen den Generationen zu fördern. Der Schulungsraum in unserer Feuerwache ist ca. 160 qm groß. Vielleicht besteht hier eine kostengünstige Möglichkeit der Erweiterung durch eine andere Nutzung eines Teils des Schulungsraumes? Wir sind gespannt auf die neuen Vorschläge.
Überdachung Parkplatz mit PV?
Ein weiterer Tagesordnungspunkt in der Gemeindevertretersitzung war der CDU Antrag bei dem es um Zahlen, Daten, Fakten geht, um den Parkplatz an der Goethestraße mit Photovoltaik zu überdachen. Es wurde heftig diskutiert. Seitens der Verwaltung ist mit der Beantwortung der Fragen erst 2026 zu rechnen und für den Haushalt 2026 auf keinen Fall umsetzbar.
Machbar oder nicht?
Wir sind der Meinung, dass es ein großer Aufwand ist, die Fragen zu beantworten und das für ein Projekt, das aus Kostengründen doch nicht umgesetzt werden kann. Interessant ist lediglich die Frage, ob es im Gemeindegebiet Flächen oder Gebäude gibt, die sich für die Stromgewinnung eignen und bei denen der gewonnene Strom auch direkt genutzt werden kann. Bei der Abstimmung stimmten wir gegen den Antrag, aber mit einer Stimme Mehrheit muss er nun umgesetzt und die Fragen beantwortet werden. Zu hoffen ist, dass nicht wieder eine Machbarkeitsstudie daraus wird, die auch wieder viel Geld kostet.
HNA vom 12.09.2025 "Bald Solarstrom vom Festplatz?"
HNA vom 13.09.2025 "Ehrungen Feuerwehr"
HNA vom 19.09. 2026 "Platzproblem Feuerwache"
Protokoll Gemeindevertretersitzung
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