Die lange Schlange der WandererGroßes Interesse an "Kasseler Kurve"

Fast 50 Wanderinnen und Wanderer waren auf Einladung der FWG Espenau an den Bahnhof Mönchehof gekommen. Hier begann die Wanderung entlang der geplanten Streckenführung für den Neubau der Kasseler Kurve Variante 2 von Mönchehof nach Ihringshausen.

HNA vom 15.06. 2019 

HNA vom 28.06. 2019 

Karte mit möglichem Streckenverlauf 

 Christa Opfermann, Vorsitzende der FWG Espenau, begrüßte die Teilnehmer und freute sich über das große Interesse. Auch Vertreter der Bürgerinitiativen Fuldatal und Vellmar waren mit dabei, um sich die Auswirkungen auf die Landschaft vor Ort anzusehen. Bei herrlichem Wanderwetter setzte sich die große Gruppe in Bewegung.  

Informationen zum Bau

An den markanten Punkten gab es entsprechende Informationen. So muss direkt am Bahnhof Mönchehof ein Gleis für die Kasseler Kurve und ein weiteres Gleis für den wartenden Gegenverkehr gebaut werden. Auch die Brücke der Kreisstraße 34 wird wohl neu gebaut werden müssen. An der Stelle, wo der Gleiskörper auf der gleichen Höhe wie der Gehrenweg ist, wird die eingleisige Trasse dann in Richtung Espeaue abbiegen. 


WasserschutzgebietDurch Wasserschutzgebiete und Biotope

Wasserschutzgebiete der Zonen 1 und 2 (Trinkwasserbrunnen), Quellen mit Zufluss zur Espe und mehrere Biotope befinden sich in der Nähe oder sogar unmittelbar auf der geplanten Strecke. "Die wunderschöne Landschaft wird zerstört, Felder werden diagonal zerschnitten und das, obwohl es vorhandene Alternativen wie die bestehende „Sollingtrasse“ über Nordheim-Nordhausen gibt“, äußerte sich Helmut Opfermann, der zusammen mit Dr. Klaus von Laar die Teilnehmer mit den Informationen versorgte.

Biotop

Heftiger Einschnitt für Natur und Umwelt

Nach gut sechs Kilometern konnten sich die Wanderer am Gelände der Bundespolizei den großen Überblick verschaffen. Dort kann man sich vorstellen, wie die Trasse zwischen Simmershausen und dem Wasserspeicher durchgeht, die Niedervellmarsche Straße quert und dann an die bestehende Bahnstrecke nach HannMünden angeschlossen wird. Dabei ist zu bedenken, dass vier Brückenbauwerke bei der  K34,  der Kasseler Straße (L3386), der Simmershäuser Straße und der Niedervellmarsche Straße erforderlich sind. Abschließend waren sich alle einig, dass der Bau der Kasseler Kurve ein heftiger Einschnitt in die Natur mit erheblichen Folgen für die Umwelt bedeutet.