Heftige Diskussionen um unsere Anträge

Schnell zu Ende wäre die Gemeindevertretersitzung gewesen, wenn nicht unsere drei Anträge für heftige Diskussionen gesorgt hätten. 


Tunnel heller und sicherer

Der Tunnel am Bahnhof Mönchehof ist für uns ein Brennpunkt. Aber scheinbar nur für uns, denn die anderen Fraktionen sehen keine besondere Gefahr im Tunnel. Wir wurden von vielen Seiten angesprochen, dass besonders Frauen sich nicht sicher fühlen, wenn Sie den Tunnel durchqueren. Die beginnende dunkle Jahreszeit war für uns Anlass, den Antrag frühzeitig, bereits am 15. August zu stellen. Aber siehe da, plötzlich war die Verwaltung auch schon tätig und es sollen testweise neue, hellere und auch bruchsichere Lampen installiert werden. 
 
Wir fragen uns, ob unserer Antrag der Anlass war? Denn wir stellten in dem Antrag dar, dass es uns nicht nur um den Austausch der immer wieder zerschlagenen Leuchten geht. Wir möchten eine helle Beleuchtung, die sicher gegen Vandalismus ist. Eine Überprüfung, ob zusätzlich Lampen mit Bewegungsmeldern angebracht werden können und auch eine Videoüberwachung zur Sicherheit wären weitere Optionen.  
 
Es wurde uns der Vorwurf gemacht, dass wir uns in die Arbeit der Verwaltung einmischen. Den reinen Austausch der defekten Leuchten per Antrag zu stellen, das wäre ein Einmischen gewesen, aber nicht der Antrag auf Investition in neue bruchsichere Lampen verbunden mit einer völligen Umgestaltung der Beleuchtung und einer Videoüberwachung im Tunnel. 
 
Uns geht  es nicht ums Prinzip, sondern darum, dass zeitnah eine Verbesserung erfolgt. Also zogen wir den Antrag zurück, denn der Austausch der Lampen ist veranlasst. Ob die neue Beleuchtung dann ausreichend ist, werden wir sehen. Ob eine Videoüberwachung machbar ist, werden wir prüfen und dann wieder entsprechende Anträge stellen.

HNA vom 27.09. 2017 dazu 

Unwegsames Gelände sperren

Auch unser weiterer Antrag stieß auf Unverständnis. Wir möchten, dass auf dem Gelände des Bahnhofvorplatzes ein Schild aufgestellt wird „Benutzung auf eigenes Risiko“. Das Gelände ist uneben und mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl kaum zu nutzen. Im Winter wird nicht geräumt und gestreut. Da es der Gemeinde nicht gehört, kann und soll nicht in einen guten Weg investiert werden. Über dieses Gelände erreicht man den Fußweg, der ins Neubaugebiet am Bruchfeldweg führt. Auch ist hier der "Kassel Steig" ausgeschildert, der von Ortsfremden genutzt wird. Alternativ kann der Weidenhofweg genutzt werden, also ist aus unserer Sicht ein Schild ausreichend. Damit alle verstehen, um welchen Weg, um welches Gelände es sich handelt, wurde der Antrag in den Ausschuss verwiesen und es soll dazu auch ein Ortstermin stattfinden. 

Abbaubare Urnen im Wald

Eigentlich logisch, in ein Urnengrab am Baum im Wald gehört eine biologisch abbaubare Urne. In der Espenauer Friedhofssatzung ist dies nicht festgelegt. Also stellten wir den Antrag auf Satzungsänderung. Aber auch hier fehlte im Kreis der Gemeindevertreter die Einsicht. Erst soll sich die Friedhofskommission damit befassen und dann kommt unser Antrag noch einmal zur Abstimmung. 

Fazit

Es scheint, als ob es in dieser Gemeindevertretersitzung nur ums Prinzip ging und nicht um die Sache.